Die Stiftung Schlaraffia Moguntia
in Trägerschaft des Schlaraffia Moguntia e. V.
Seit einigen Jahren schon spielen junge Künstler, von ihren Lehrern begleitet, in unserer Burg, um an Publikum und Beifall gewöhnt zu werden. Und wer wäre besser geeignet, Mut und Motivation zu fördern, als wir Schlaraffen?
Wir erleben dabei die Entwicklung der jungen Leute über längere Zeiträume — vom Anfänger bis zum Wettbewerbssieger. Ein eindrucksvolles Erlebnis, auch zum Mitzittern: Geigen, Celli, Klavier, eigentlich alle Instrumente, dazu Gesang in allen Stimmlagen und Rezitationen der Sprachkünstler.
Weil wir mehr als Zuhörerschaft bieten wollten, haben wir die Treuhandstiftung „Stiftung Schlaraffia Moguntia hilft jungen Künstlern in Ausbildung“ gegründet. Sie
- stellt Instrumente aus eigenem Bestand leihweise zur Verfügung,
- unterstützt die Beschaffung von Noten und anderem Hilfsmaterial,
- finanziert Lehrkräfte und subventioniert Unterrichtsstunden,
- hilft bei der Beschaffung von Leihinstrumenten,
- übernimmt Patenschaften in der Begabtenförderung.
Getragen wird das von der Zusammenarbeit mit dem Peter-Cornelius-Konservatorium Mainz und der Integrierten Gesamtschule Mainz-Hechtsheim, wo im Rahmen der Begabtenförderung eine Geigenklasse aufgebaut wird; die Lehrkräfte stellt die Musikschule Hechtsheim. Im Gegenzug beteiligen sich die Unterrichteten an Veranstaltungen der Stiftung, und die Schüler nutzen die Burg für Generalproben vor Publikum, bevor sie in einen Wettbewerb gehen.
Der Mainzer Stadtmusiker
Eine Stadt, in der Frauenlob die erste deutsche Meistersänger-Schule begründete, in der Wolfgang Amadeus Mozart konzertierte, Richard Wagner seine Werke verlegte, Elvis Presley Rosenmontag feierte und Bob Dylan lächelte, ist unbedingt eine Musikstadt. Deshalb hat die Stiftung den Preis „Mainzer Stadtmusiker“ etabliert, der die bestehenden Auszeichnungen des Mainzer Stadtschreibers und des Mainzer Stadtdruckers im Kanon der Künste ergänzt.
Der Preis ist eine von der Künstlerin Liesel Metten gefertigte Bronzeplastik eines Uhus — des augenzwinkernden Wappentiers der weltweiten Vereinigung Schlaraffia. Er wird an eine herausragende Musikerin oder einen herausragenden Musiker mit erkennbarem Bezug zur Stadt Mainz verliehen und ist nicht an ein musikalisches Genre gebunden.
| Jahr | Preisträger | Verleihung |
|---|---|---|
| 2016 | Domorganist Daniel Beckmann | 23. Oktober 2016, „Haus am Dom“ |
| 2017 | Steph Winzen | 15. Oktober 2017 |
| 2018 | Dr. Felix Koch | 14. Oktober 2018 |
Der Auswahljury 2016 gehörten an: der langjährige Kulturdezernent Peter Krawietz, der Herzchirurg und Liedermacher Professor Christian Vahl, der Kommunikationswissenschaftler Professor Hans Mathias Kepplinger sowie der Musikjournalist und SWR-Redakteur Christian Pfarr.
„Die Stiftung Schlaraffia Moguntia widmet sich der Förderung des musikalischen Nachwuchses sowohl im schulischen als auch im Exzellenzbereich“, umschreibt Ulrich H. Drechsler, Vorsitzender der Stiftung, den Stiftungszweck.
Spenden und Zustiftungen
Das Wesen einer Stiftung ist es, Kapital anzusammeln und die Erträge daraus dem Stiftungszweck zuzuführen. Das Kapital wird durch Spenden aufgebracht und wächst langsam. Weil die Erträge in Zeiten niedriger Zinsen bescheiden ausfallen, kommen vor allem direkte zweckgebundene Spenden und Patenschaften für einzelne Schüler zum Einsatz.
Aus Zustiftungen ergeben sich steuerliche Vorteile: Innerhalb von zehn Jahren können Beträge bis zu einer Million Euro als Sonderausgaben abgesetzt werden. Von Privatpersonen können bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte geltend gemacht werden, von Firmen 4 Prozent der Gesamtumsätze einschließlich aufgewendeter Löhne und Gehälter. Auf ein Erbe oder Vermächtnis entfallen keine Erbschaft- oder Schenkungsteuern; bei eigenem Erbfall und Übergabe von Teilen des Ererbten innerhalb von zwei Jahren an die Stiftung lässt sich die darauf gezahlte Erbschaftsteuer erstatten.
Es gelten § 10b Abs. 4 EStG, § 9 Nr. 5 GewStG sowie die Bestimmungen des BMF vom 15.12.1994, BStBl. 884.
Bankverbindung: wird nach Freigabe durch das Reych ergänzt. Bis dahin nehmen wir Ihre Zusage gerne über das Kontaktformular entgegen.
Gutes tun zahlt sich für alle aus.
Presseberichte zu den Verleihungen des Mainzer Stadtmusikers